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Stresssituationen

Katzen sind nicht automatisch den modernen Lebensbedingungen angepasst. Es gibt viele Situationen und Anlässe, die für die Katze Stress bedeuten. Die wichtigsten sind nachfolgend aufgelistet:

Veränderungen in der gewohnten Umgebung 

Jede Veränderung in der Umgebung Ihrer Katzen bedeutet Stress.  Weiterlesen ...

Anders als z.B. beim Hund, bei dem Sozialkontakte eine wesentliche Rolle spielen, ist das Wichtigste im Leben der Katze ihr Revier. Verständlich, dass da Veränderungen einen großen Einfluss auf das Wohlbefinden der Katze haben: Besonders ein Umzug ist für die Katze eine Ausnahmesituation.

Aber selbst winzige, für Sie als Besitzer manchmal gar nicht wahrzunehmende Veränderungen können zur Unausgeglichenheit Ihrer Katze führen und ihr Wohlbefinden stören. Mögliche Anlässe, die vom Menschen nicht als solche wahrgenommen werden: Kauf neuer Möbel, Umdekorieren der Wohnung, Verrücken der Möbel (besonders wenn dadurch die Reviermarken der Katze durcheinander geraten).

Veränderungen bei den Besitzern spielen auch eine große Rolle und sind eine potenzielle Stressquelle für die Katze: Besucher, die Geburt des Babys oder ein neues Haustier (Hund, Katze etc.) können zu großer Verunsicherung führen.

Mehrkatzen-Haushalt 

In Mehrkatzenhaushalten sind die Katzen gezwungen, ihren Lebensraum mit anderen Katzen zu teilen. Dies ist ein für die Katze unnatürliches Verhalten, da sie von Natur aus einzelgängereiche Jäger sind und somit einen Großteil des Tages alleine verbringen.  Weiterlesen ...

Ihren Lebensraum zu teilen, bedeutet für die Katze häufig das Ende uneingeschränkten Zugangs zu lebensnotwendigen Ressourcen. Ein Beispiel dafür: Mehrere Katzen teilen sich einen Futternapf oder teilen sich den Bereich, in dem ihre Futternäpfe stehen. Wenn eine Katze den Kontakt zu anderen Katzen vermeiden möchte, ist sie gezwungen, solange zu warten, bis alle anderen Katzen gefressen haben.

Daraus kann sich ein verändertes Fressverhalten entwickeln: Sie fressen hastiger/weniger/ zu viel. In einigen Fällen kann es sein, dass sich die Katze so unwohl fühlt, dass sie hungrig den Futterplatz wieder verlässt oder sich „überfrisst“, da sie vermeiden möchte, dass andere Katzen „ihr“ Futter fressen.

Eine ähnliche Situation kann sich rund um die Katzentoilette entwickeln: Während der Ausscheidung brauchen Katzen ihre Ruhe. Manche Katze weigern sich, eine Toilette zu benutzen, die so steht, dass sie jederzeit von anderen dabei gestört werden kann.

Auch möchten sie nicht von anderen Katzen überrascht werden und reagieren in der Folge mit verändertem Ausscheidungsverhalten: Sie besuchen die Katzentoilette so wenig wie möglich und verrichten ihr Geschäft so schnell wie möglich oder ganz woanders, was zu Unsauberkeit im Haus oder auch zu Erkrankungen der unteren Harnwege führen kann.

Hospitalisierung/Rückkehr nach Hause 

Sowohl die stationäre Aufnahme bei medizinischen Eingriffen als auch die Rückkehr danach kann bei Katzen zu beträchtlichem Stress führen. Während ihres Aufenthalts in einer Tierarztpraxis oder Tierklinik ist es notwendig, dass die Katze im Käfig bleibt und von Fremden behandelt wird. Häufig steht der Käfig neben anderen Tieren, manchmal sogar Hunden.  Weiterlesen ...

Zusätzlich zu den besonderen Gegebenheiten in diesem fremden Umfeld leidet die Katze zudem, je nach Grund für den Klinikaufenthalt, möglicherweise an Schmerzen, die den Stress der stationären Aufnahme noch steigern.

Nach Rückkehr in ihre gewohnte Umgebung ist die Stresssituation leider nicht beendet. Während die Katze beim Tierarzt war, sind die Markierungen ihres gewohnten Umfelds, die ihr Sicherheit und Geborgenheit vermittelten, von den Möbeln oder Wänden verschwunden und/oder wurden durch andere Markierungen der im Haus lebenden Katzen ersetzt.

Die Katze kommt also nach Hause, erkennt ihre Umgebung visuell wieder, fühlt sich dennoch aufgrund der fehlenden Markierungen verloren. Andere Katzen erkennen sie vielleicht nicht, da sie anders riecht oder auch anders aussieht (Verbände, Halskragen oder ähnliches).