Sowohl die stationäre Aufnahme bei medizinischen Eingriffen als auch die Rückkehr danach kann bei Katzen zu beträchtlichem Stress führen. Während ihres Aufenthalts in einer Tierarztpraxis oder Tierklinik ist es notwendig, dass die Katze im Käfig bleibt und von Fremden behandelt wird. Häufig steht der Käfig neben anderen Tieren, manchmal sogar Hunden.
Zusätzlich zu den besonderen Gegebenheiten in diesem fremden Umfeld leidet die Katze zudem, je nach Grund für den Klinikaufenthalt, möglicherweise an Schmerzen, die den Stress der stationären Aufnahme noch steigern.
Nach Rückkehr in ihre gewohnte Umgebung ist die Stresssituation leider nicht beendet. Während die Katze beim Tierarzt war, sind die Markierungen ihres gewohnten Umfelds, die ihr Sicherheit und Geborgenheit vermittelten, von den Möbeln oder Wänden verschwunden und/oder wurden durch andere Markierungen der im Haus lebenden Katzen ersetzt.
Die Katze kommt also nach Hause, erkennt ihre Umgebung visuell wieder, fühlt sich dennoch aufgrund der fehlenden Markierungen verloren. Andere Katzen erkennen sie vielleicht nicht, da sie anders riecht oder auch anders aussieht (Verbände, Halskragen oder ähnliches).